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Nationaler Anhang der DIN EN 12326-1

Es ist wesentliche Leistung der deutschen Delegation unter Mitwirkung des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks e. V.
-Fachverband Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik- (ZVDH) und des Schiefer-Fachverbands in Deutschland e.V. (SVD) im zuständigen europäischen Schieferausschuss CEN TC128 SC8 durchgesetzt zu haben, dass die Verwendung und die Verlegetechnologie die Spaltdicke bestimmen muss. Insofern bleibt es in Deutschland, oder besser gesagt im Geltungsbereich der Regeln für Deckungen mit Schiefer des ZVDH, bis auf wenige Ausnahmen bei der Spaltdickenregelung: 4 bis 6, im Mittel 5 mm.

Aus der Norm ergeben sich allerdings für Schiefer mit geringerer Biegefestigkeit, höherem Kalkgehalt und durchgefallenem Säuretest Ausnahmen in Form von Spaltdickenerhöhungen. Die komplizierten Ausführungen des 35-seitigen Normentext sind der besseren Übersicht wegen in einem Nationalen Anhang erläutert, der hier wortwörtlich eingeblendet wird:

     
                   Nationaler Anhang NA der DIN EN 12326-1
Dicke der Schieferplatten
 
     
 


Die Nenndicke von Dach- und Wandschiefer, die den in Deutschland üblichen Verlegetechniken und –traditionen und den dort vorherrschenden Klima- und
Umweltbedingungen Rechnung trägt, beträgt mindestens 5 mm.

Die Nenndicke ist mindestens 1 mm höher als die Mindesteinzeldicke. Bei größeren Schieferformaten können größere Nenndicken vorkommen.

Die Basiseinzeldicke (ebi) beträgt mindestens 4 mm.

Nur soweit sich bei Schiefern mit einer charakteristischen Biegefestigkeit von weniger als 40 MPa gemäß 5.3 aus der Berechnung nach Anhang B dieser Norm bei
größeren Schieferformaten eine höhere Basisdicke ergibt, wird diese angewendet.

Gemäß 5.2.3.3 bis 5.2.3.5 ergibt sich eine Erhöhung der Basiseinzeldicke für Schiefer mit einem Kalkgehalt von über 5 % Masseanteil (CaCO3) in Höhe von 5 %
bei der Codierung S1 (Beständigkeit gegen Schwefeldioxid) und 10 % bei der
Codierung S2.

Das ergibt die Mindesteinzeldicke (emi).

 
     

Kurz zusammengefasst ist das Prinzip klar: Je mehr Einschränkungen in der Festigkeit und Dauerhaftigkeit der Schiefer, z. B. durch erhöhten Kalkgehalt oder eingeschränkte Biegefestigkeit besitzt, desto dicker muss er gespalten werden.

Wenn er dort keine Einschränkungen besitzt, bleibt es bei 4 bis 6, im Mittel 5 mm.


Im Juli 2005

 
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